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“Macht die Herzen weit” – Der Bezirksapostel besucht Falkensee

Voraussichtlich zum letzten Mal im aktiven Dienst besuchte Bezirksapostel Wolfgang Nadolny am zweiten Adventssonntag die Gemeinde Falkensee, denn er wird 2022 in den Ruhestand gehen.
Die Begegnung löste bei den Anwesenden große Freude aus, denn ein Bezirksapostelbesuch in der eigenen Gemeinde ist immer etwas Besonderes. Der Gottesdienst wurde außerdem auch per Video in die Haushalte der Falkenseer Geschwister, die nicht persönlich erscheinen konnten und, aus gegebenem Anlass, auch in die Brieselanger Gemeinde übertragen. Dies hatte seinen Grund darin, dass in dem Gottesdienst die Neubeauftragung eines Priesters der Gemeinde Falkensee als Vorsteher der Gemeinde Brieselang erfolgte.
Außerdem stand die Spendung des Sakraments der Heiligen Versiegelung von vier Kindern und einem Erwachsenen auf dem Programm.

Aufgrund der derzeit geltenden Corona-Schutzmaßnahmen konnte nur ein Gesangsduo das Eingangslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ mitsingen, was aber in der gut gefüllten Kirche zu einem besonderen Hörerlebnis für den Rest der Gemeinde wurde.

Mit der Anrufung des dreieinigen Gottes eröffnete der Bezirksapostel den Gottesdienst und fasste die Besucher vor Ort, die Teilnehmer die per Video angeschlossenen waren und die Seelen aus dem Jenseits zu einer gläubigen Gemeinde zusammen.

Als Grundlage für den Gottesdienst diente ein Bibelwort aus Psalm 24, Vers 7 und 8:

“Machet die Tore weit und die Türen in der Welt machet hoch, dass der König der Ehren einziehe! Wer ist der König der Ehre? Es ist der Herr stark und mächtig, der Herr mächtig im Streit.”

“Es ist Advent und wir gedenken der Geburt unseres Heilandes vor über zweitausend Jahren. Advent bedeutet aber auch Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu”, begann der Bezirksapostel seine Predigt. Die Tore weit und die Türen hoch machen, das bezöge sich heute auf unsere Herzen, die wir weit machen sollen, um Jesus in unser Herz zu lassen. Egoismus und “Lieblingssünde” gehörten dort nicht hinein, wir sollen uns verändern, um Jesus näher zu kommen, Böses überwinden und in Liebe und Vertrauen investieren.

Jesus fordere nicht, er klopft an, er wirbt, er bittet nur. Anders als seine Jünger, die einmal voller Zorn zu ihrem Meister zurückkehrten, weil man sie in einem Ort nicht aufnehmen wollte, kennt Jesus keine Rache. Gott ist Liebe. Das Bild von Braut und Bräutigam macht es uns immer noch am meisten verständlich, wenn es um das Verhältnis zwischen Gott und den Menschen geht. Braut und Bräutigam wollen einander gefallen, es ist ihr Wunsch und daraus erwächst der Wille zur Veränderung, zur Buße.

Ein geflügeltes Wort sagt: “Geschichte wiederholt sich.“  Der Bezirksapostel gab der Gemeinde den Rat, darauf zu achten, dass sich die Geschichte nicht wiederholt, wie sie im Prolog des Johannesevangeliums geschrieben steht: „Der Herr kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn nicht auf.“

Nach einem Orgelvortrag bat der Bezirksapostel die zur Heiligen Versieglung vorgesehenen Seelen an den Altar. Vier Kinder und ein Erwachsener wurden mit dem Heiligen Geist versiegelt und in die Gemeinde eingefügt. Wir heißen sie alle herzlich willkommen und freuen uns, dass sie den Glaubensweg nun mit uns gemeinsam gehen. Möge der empfangene Segen sie begleiten.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles beauftragte der Bezirksapostel den Falkenseer Priester Stefan Dobrialski, fortan der Gemeinde Brieselang anstelle des erkrankten bisherigen Vorstehers als Gemeindevorsteher voran zu gehen. Der Priester solle von nun an der Gemeinde Brieselang das Evangelium predigen, führte der Bezirksapostel in seiner Ansprache aus, und empfahl ihm, sich in die neue Gemeinde hinein zu lieben, ehrfürchtig vor Gott zu bleiben und nicht selbst, sondern Gott wirken zu lassen. Ja, er solle der Gemeinde wie ein Vater sein. Dann erfolgte die Beauftragung und im Anschluss wünschte der Bezirksapostel dem neuen Vorsteher und seiner Familie viel Segen.

Diesen Wünschen schließen wir uns gerne an, wünschen unserem Priester in Brieselang ein segensreiches Wirken und der ganzen Familie eine liebevolle Aufnahme in die neue Gemeinde.

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